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Der Hund – ein Fleischfresser

 

Der Hund ist ein Karnivor (Fleischfresser), sein Gebiss und sein Verdauungstrakt sind auf das fressen von Fleisch abgestimmt. Das heißt er hat kräftige Eckzähne um Beute zu greifen und Backenzähne mit scharfen Kanten um Fleisch und Knochen durch beißen zu können. Der Hund produziert im Vergleich zu Pflanzenfressern nur wenig Speichel. Hundespeichel ist zähflüssig und dient nur als Gleitmittel für die großen Nahrungsstücke, die verschluckt werden soll. Im Speichel des Hundes befinden sich im Gegensatz zum Speichel der Pflanzenfresser keine Verdauungsenzyme.

Im Vergleich zu Pflanzenfressern hat der Hund einen wesentlich größeren und dehnungsfähigeren Magen. Der Hund hat eine stark säurehaltige Magensäure die zu einem großen Teil aus Salzsäure besteht. Durch diese werden Mikroorganismen abgetötet und die Nahrung zersetzt. Magensäure wird beim Hund nur produziert wenn auch tatsächlich Nahrung im Magen ist – ist keine Nahrung vorhanden kommt die Produktion zum Stillstand. Für die Produktion der Magensäure wird der „Schlüsselreiz“ Fleisch benötigt.

Auch der Darmtrakt ist auf das Verdauen von Fleisch abgestimmt. Fleischfresser haben im Gegensatz zu Pflanzenfressern einen wesentlich kürzeren Darm. Durch diesen kurzen Darm und die schnelle Verdauung können Bakterien und Keime Hunden nicht so schnell gefährlich werden. Die Verdauung vollständige Verdauung von Fleisch dauert höchstens 24 Stunden.

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Es gibt selbstverständlich noch viele weitere Hinweise darauf, dass der Hund ein Karnivor ist, auf diese möchte ich hier aber nicht im Einzelnen eingehen. Für Interessierte gibt es reichlich Fachliteratur.

Wäre der Hund ein Pflanzenfresser würde er also über einen vollkommen anderen Verdauungstrakt verfügen.

Der Hauptbestandteil der handelsüblichen Trockenfutter ist Getreide. Was passiert nun, wenn ein Fleischfresser hauptsächlich mit Getreide gefüttert wird? Für den Magen des Hundes fehlt bei einer solchen Fütterung der „Schlüsselreiz Fleisch“, dadurch wird zu wenig Magensäure gebildet und die Nahrung bleibt viel zu lange im Verdauungstrakt. Bakterien werden aufgrund der fehlenden Magensäure nicht richtig abgetötet und haben zudem viel mehr Zeit sich zu vermehren weil der Nahrungsbrei viel länger im Verdauungstrakt verbleibt. Die Bauchspeicheldrüse ist mit der Produktion der benötigten Enzyme für die Verdauung von solchen Getreidemengen überfordert und es kann zu einer Vergrößerung kommen.

Hauptbestandteil der Hundenahrung sollte also Fleisch sein.

 

B.A.R.F. (Biologisch Artgerechte Roh Fütterung)


Würde ein Hund seine Beute selbst erlegen würde er neben dem Fleisch auch die Innereien inklusive der verbliebenen Nahrungsreste des Tieres im Magen-Darm-Trakt fressen, außerdem einen den Großteil der Haut, des Fells und der Knochen. Durch das Fressen des ganzen Tieres erhält der Karnivor ausreichend Nährstoffe. Neben Beutetieren würde ein verwilderter Hund wie auch der Wolf außer tierischer Nahrung auch einen Teil Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln und Insekten fressen. Die tierische Anteil der Nahrung würde aber immer den größten Teil ausmachen.

 


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Ein Wolf mit seiner Beute


Die Fütterung beim Barfen besteht also hauptsächlich aus Fleisch, aber auch aus verschiedenen Gemüse- und Obstsorten, aus Ölen und Fetten, Kräutern und je nach Belieben auch aus Milchprodukten.

 



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                Rinderbacke                        Rindfleisch

 

Vorteile der B.A.R.F. Fütterung:

 

-          kein Zahnstein

-          kein Mundgeruch

-          weniger Parasiten

-          starkes Immunsystem

-          deutlich kleinere Kotmengen

-          starke Bänder und Sehnen

-          verbesserte Muskulatur

-          weniger Wachstumsprobleme

-          das Risiko von Magendrehungen wird deutlich reduziert

-          schönes, glänzendes Fell/ keine Hautprobleme

 

Vorurteile:

Durch die Fertig-Futterhersteller und einige Tierärzte wird immer wieder vor rohem Fleisch und Knochen gewarnt. Angeblich würde der Hund Salmonellen oder andere Bakterien und Parasiten bekommen. Aber wie oben schon erwähnt ist der Verdauungsapparat des Hundes auf genau diese Ernährung eingestellt und man braucht davor keine Angst zu haben.

Ein gesunder Organismus wird mit den Bakterien problemlos fertig, durch die erhöhte Produktion von Magensäure bei Fleischfütterung werden die meisten Bakterien abgetötet

Außerdem wird behauptet, dass eine ausgewogene Ernährung ohne Fertigfutter kaum möglich sei. Für den Hund muss nicht jede Mahlzeit genau ausgewogen sein, es reicht vollkommen aus, wenn die Nahrung über einen Zeitraum von mehreren Wochen ausgewogen ist

Anfangs ist der Zeitaufwand für das Barfen sicherlich etwas höher. Wenn der Besitzer sich erst einmal daran gewöhnt hat ist der Zeitaufwand aber nicht mehr besonders groß.

 

Fazit:

Meine Hunde habe ich jahrelang mit Trockenfutter ernährt. Auch dabei habe ich schon darauf geachtet ein möglichst hochwertiges Futter zu füttern. Da ich anfangs beim Barfen unsicher war habe ich zunächst täglich eine Mahlzeit durch eine reine Fleischmahlzeit ersetzt. Nachdem ich mich immer mehr mit dem Thema B.A.R.F. beschäftigt habe bin ich dazu übergegangen komplett zu barfen.

Auch wenn ich vorher schon gesunde Hunde hatte kann ich sagen, dass diese Ernährung meinen Hunden gut tut. Sie haben noch mehr Energie als vorher (was natürlich nicht nur Vorteile hat J ) und ein glänzenderes Fell als vorher.

Ich bin zwar von dieser Art der Fütterung überzeugt, gehöre aber nicht zu denjenigen, die andere Arten der Fütterung verteufeln. Nur denke ich jeder Hundehalter sollte sich Gedanken darüber machen was für seinen Liebling das Beste ist und nicht bei einem Futter bleiben nur weil es günstig und praktisch ist.

 

 

 

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